© FRANZISKA DITTRICH

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Missverständnisse zwischen Hochbegabten und der Normalwelt

Zwischen Hochbegabten und Normalbegabten kommt es im alltäglichen Leben, wie auch im beruflichen Kontext häufig zu Missverständnissen. Einige dieser Missverständnisse kläre ich in diesem Beitrag auf.

Nach allem was ich in meinen letzten Beiträgen bereits zu Eigenschaften und Persönlichkeitsmerkmalen Hochbegabter geschrieben habe, liegt es auf der Hand, dass auch die Wahrnehmung Hochbegabter sich sehr stark von der der Normalwelt unterscheidet. Missverständnisse entstehen häufig dann, wenn Situationen, Absichten und Vorkommnisse von den beteiligten Parteien unterschiedlich interpretiert werden. Auf die größten Missverständnisse im Alltag gehe ich nachfolgend näher ein. Typische Situationen und Gedankengänge stelle ich zur besseren Übersicht in Tabellenform dar.


Sachorientierung vs. Personenorientierung


In der Regel geht es Hochbegabten meist eher um die Sache als um die beteiligten Personen. Befindlichkeiten und Gefühle anderer spielen nur eine untergeordnete Rolle. Das Ziel eines Hochbegabten ist es, das perfekte Ergebnis in seiner Aufgabe zu liefern – Weggefährten, die hierbei auf der Strecke bleiben werden eher als Kollateralschaden wahrgenommen.


Tempo


Die schnelle Auffassungsgabe, eine sehr hohe Informationsverarbeitungskapazität und sehr schnell ablaufende, komplexe Denkvorgänge unterscheiden Hochbegabte essenziell von der Normalwelt. Dabei sind sie trotz ihrer hohen Geschwindigkeit stets sehr genau und achten auf Fehlerfreiheit bei der Erledigung ihrer Aufgaben (Stichwort: Perfektionismus). Wenn das Gegenüber hier nicht mithalten kann, wird es schnell zur Zielscheibe und zum Objekt des Zorns für den Hochbegabten.


Andersdenken


Das Andersdenken Hochbegabter ist für die Normalwelt keine Selbstverständlichkeit, kaum nachvollziehbar und führt oft zu einem Kopfschütteln über einander. Die andere Art zu denken und unterschiedliche Herangehensweisen sind nicht oft harmonisch in Einklang zu bringen, weshalb auch hier Missverständnisse vorprogrammiert sind.


Fazit


Bei diesen beispielhaften Missverständnissen handelt es sich nur um einen kleinen Auszug aus dem typischen Alltag als Hochbegabter. Ich denke, man kann sich nun annähernd vorstellen, wie schwierig das Auskommen und die Kommunikation für Hochbegabte in der Normalwelt sind. Erschwerend hinzu kommt, dass im „echten Leben“ die oben dargestellten Aussagen ja nur in den Köpfen kreisen, nicht ausgedrückt werden und somit das gegenseitige Verständnis vollkommen fehlt.

Früher habe ich mir nach all meinen Erfahrungen und Erlebnissen oft die Frage gestellt: „Hochbegabt und hochzufrieden – geht das überhaupt?“

Meine Antwort lautet „JA“ und weshalb das so ist, erläutere ich im nächsten Beitrag.

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